Was haben ein Sack Reiswaffeln, eine Banane und ein Gel mit Cola-Geschmack gemeinsam? Richtig: Sie können dir beim Sieben-Täler Granfondo das Leben retten. Oder zumindest verhindern, dass du bei Kilometer 175 im Lützbachtal nicht vom Rennrad fällst.
Die Tage davor: Carboloading wie ein Profi oder wie ein Pastajunkie
Drei Tage vor dem Start heißt es: Tank voll machen: 8-10 g Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag sind angesagt. Bei 70 kg Körpergewicht bist du schnell bei 600–700 g Kohlenhydraten – das sind ca. 6 Portionen Pasta, 12 Brötchen oder 28 Reiswaffeln (wenn du’s knackig magst).
Spoiler: Vollkorn ist jetzt nicht der Held. Lieber Weißmehl – leicht verdaulich und schnell im Muskel.
Frühstück am Eventtag: Lieber leicht als leidend
Am Morgen vor dem Granfondo nicht den Fehler machen, auf »Superfood-Influencer« zu hören. Kein Porridge mit Chiasamen-Kernfusion. Sondern: Weißbrot mit Honig, Banane, Tee oder Kaffee. Schnell, vertraut, magenfreundlich. Und bitte: Nichts Neues testen! Ein ungewohntes Frühstück kann schneller eskalieren als ein Wadenkrampf im Maifeld
Der offizielle Nudel-Stopp: Semano’s in der Koblenzer Altstadt
Highlight des Tages: Bei rund Kilometer 120 wartet in der Altstadt nicht nur der nächste Anstieg, sondern ein echter Lebensretter: Semano’s Pasta-Stopp. Hier gibt’s feinste Pasta frisch aus der Küche – warm, sättigend, Motivation pur. Wer sich also denkt: „Ich kann nicht mehr“, der braucht vielleicht einfach nur einen Teller Tagliatelle.
Tipp: Kombi aus kurzer Pause, leicht verdaulichen Nudeln + Iso-Drink = Turbo für die letzten 180 km.
Unterwegs: Essen, bevor du Hunger hast – Trinken, bevor du Durst kriegst
Kohlenhydrate pro Stunde: 60-90 g.
Das heißt:
- 1 Banane (25 g)
- 1 Riegel (30 g)
- 1 Gel (20 g)
- 1 Flasche Iso (30-40 g)
Bonus-Tipp: Fang direkt nach dem Start an. Wer erst bei Hunger isst, ist schon zu spät dran.
Flüssigkeit: 500-750 ml pro Stunde.
Wenn du das unterwegs nicht schaffst, nutzt der schönste Watt-Wert nix – ohne Wasser geht’s bergab. Im schlimmsten Fall wortwörtlich.
Danach: Regeneration ist keine Option, sondern Pflicht
- Direkt nach dem Ziel: was essen mit Kohlenhydraten & Proteinen (z. B. Recovery-Shake oder belegtes Brötchen)
- Am besten binnen 30 Minuten.
- Und abends dann: gemütlich, deftig, gesund – und: ruhig noch mal Pasta. Weil: geht immer.
Fazit
300 km fährt man nicht mit Stolz allein, sondern mit Kohlenhydraten, Wasser, Elektrolyten und einem Pasta-Stopp in der Altstadt. Der Sieben-Täler Granfondo ist kein Rennen, das du hungrig gewinnst, sondern eins, das du satt überstehst. In diesem Sinne: Eat smart, ride long und schick Semano’s beim Vorbeifahren ein kleines Dankeschön.
